Die Türkei hat im August 9,9 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Solar- und Windenergie erzeugt und damit erstmals in einem Monat diesen Wert erreicht. Daten des Energieministeriums zeigen auch einen gestiegenen Anteil erneuerbarer Energien.

Sonne und Wind an der Spitze

Laut Ministerium lieferten Solarkraftwerke im August 5,16 Milliarden, Windkraftanlagen 4,74 Milliarden Kilowattstunden. Damit lag der Anteil der Solarenergie an der Gesamtproduktion bei 14,1 Prozent, der der Windenergie bei 12,9 Prozent.

Die 9,9 Milliarden Kilowattstunden sind die höchste Monatsmenge, die je aus diesen beiden Quellen erzeugt wurde.

Mehr als die Hälfte der Produktion aus sauberer Energie

Infografik: Rekord-Stromerzeugung aus Sonne und Wind in der Türkei im August
Türkei erzielt im August Rekord bei Strom aus Sonne und Wind: 5,16 Mrd. kWh Solar, 4,74 Mrd. kWh Wind, insgesamt 9,9 Mrd. kWh.

Die Gesamtstromproduktion erreichte im August 36,71 Milliarden Kilowattstunden. Der Anteil erneuerbarer Quellen betrug 56,4 Prozent; die Erzeugung aus sauberer Energie wurde mit 20,7 Milliarden Kilowattstunden berechnet.

Auch einheimische Quellen stachen hervor: 25,58 Milliarden Kilowattstunden stammten daraus, was einem Anteil von 69,7 Prozent an der Gesamtproduktion entspricht.

Wasserkraft führt, auch Tagesrekord geknackt

Unter den erneuerbaren Quellen hatte erneut die Wasserkraft den höchsten Anteil. Die Produktion von 9,08 Milliarden Kilowattstunden deckte allein 24,7 Prozent der Monatsmenge.

Am 13. August stieg die Tagesproduktion auf 1 Million 241 Tausend 291 Megawattstunden – der höchste Tageswert des Jahres 2026 bislang.

Auch in den ersten acht Monaten historische Werte

Vom 1. Januar bis 31. August wurden 75,2 Milliarden Kilowattstunden aus Wasserkraft, 30,4 Milliarden aus Wind und 29,8 Milliarden aus Solarenergie erzeugt. Alle drei Werte sind die höchsten für diesen Zeitraum seit dem Jahr 2000.

In den ersten acht Monaten des Jahres wurden 181,8 Milliarden Kilowattstunden aus einheimischen und 149,8 Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Die Anteile lagen bei 73,2 bzw. 60,3 Prozent.