Eine App-Idee im Kopf, aber keine Programmierkenntnisse? Dafür öffnet sich jetzt ein neuer Weg. Google erlaubt, persönliche Android-Apps, die mit Unterstützung künstlicher Intelligenz entstehen, über Google Play auf dem eigenen Smartphone auszuführen. Die Tools müssen nicht im Store für alle zugänglich gemacht werden – alles bleibt ausschließlich auf dem eigenen Gerät.
Der Weg beginnt in Google AI Studio. Man beschreibt die App in natürlicher Sprache, den Großteil des Codes schreibt die KI – dieses Verfahren ist als vibe coding bekannt. So lässt sich etwa ein kleiner Organizer für den Alltag oder ein persönlicher Assistent in kurzer Zeit zusammenbauen.
Ein normales Google-Konto genügt
Die eigentliche Neuerung: Die professionelle Entwicklerregistrierung entfällt. Eine im AI Studio erstellte App lässt sich mit einem gewöhnlichen Google-Konto über Play auf dem eigenen Gerät installieren.
Die Tools erscheinen nicht in den Suchergebnissen oder App-Listen des Stores. Die entwickelte Software bleibt also allein bei einem selbst, niemand sonst kann sie herunterladen. Nur eine Regel gilt: Die App muss den Play-Richtlinien entsprechen.
Der Rollout erfolgt schrittweise. Die Funktion wird in ausgewählten Märkten, darunter die USA, für Nutzer ab 18 Jahren eingeführt.
Teilen mit Familie und Freunden ist geplant
Die Vision des Unternehmens geht über das individuelle Erlebnis hinaus. In den kommenden Monaten sollen Nutzer ihre selbst erstellten Tools mit Familienmitgliedern und engen Freunden teilen können.
So lässt sich eine auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Lösung erstellen, von der auch das nahe Umfeld profitiert. Wer die App eines Tages der ganzen Welt öffnen will, muss auf ein professionelles Entwicklerkonto umsteigen und die üblichen Sicherheitsprüfungen sowie Qualitätsanforderungen von Play erfüllen. Der Fokus liegt vorerst auf Nutzern, die persönliche Tools auf dem eigenen Telefon verwenden wollen – das Teilen folgt als späterer Schritt.
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