Die KI-Branche wird mit Milliardenbeträgen gefüttert, doch eine einzelne Prognose-Revision hat die Märkte wackeln lassen: OpenAI soll seine Jahresumsatzerwartung von rund 70 Milliarden Dollar auf 50 Milliarden Dollar gesenkt haben – eine Differenz von 20 Milliarden Dollar.

Woher kommt die Lücke?

Laut Bloomberg dürfte die Ursache in der Buchung von Umsätzen aus Cloud-Partnerschaften liegen. Anthropic, das mit Giganten wie Google und Amazon kooperiert, schreibt die über diese Partnerschaften erzielten Umsätze direkt in die eigenen Bücher. OpenAI behandelt dieselben Posten mit einer anderen Methode.

Die Zahlen der beiden Konkurrenten sind deshalb nicht direkt vergleichbar. Die unterschiedliche Buchungspraxis macht das Bild komplizierter, als es auf den ersten Blick wirkt – und engt den Interpretationsspielraum für Investoren ein.

Kurseinbruch bei Tech-Werten

Nachdem die Berichte über die gesenkten Umsatzerwartungen die Runde machten, gerieten Technologieaktien unter Druck: Nvidia verlor 2,9 Prozent, Oracle sogar 5,5 Prozent. Der IT-Sektor im S&P 500 gab um 1,8 Prozent nach.

Die Reaktion zeigt erneut, wie empfindlich das Gleichgewicht der KI-Investitionen ist: Die Prognose-Revision eines einzigen Unternehmens kann die Aktienperformance einer ganzen Branche beeinflussen.