Adobe steht wegen seiner hohen Abo-Preise seit Jahren in der Kritik. Der Entwickler Brandon Thomas, der auf 15 Jahre Software-Erfahrung zurückblickt, hat darauf eine praktische Antwort gefunden: Mit KI-Unterstützung hat er kostenlose und Open-Source-Alternativen zu Adobes populären Programmen entwickelt.

Das Projekt trägt den Namen ArtCraft und wurde mit Anthropics Modell Claude Opus 5.5 umgesetzt. Thomas wählte die Programmiersprache Rust, die im Desktop-App-Bereich verbreitet ist, schrieb die sieben Programme von Grund auf und stellte den Code öffentlich zur Verfügung. Er weist darauf hin, dass sich die Apps noch im frühen Alpha-Stadium befinden und einige Funktionen noch nicht fertig sind.

Welches Programm ersetzt welche Adobe-App?

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Die Apps des Projekts entsprechen sieben populären Adobe-Produkten. Nutzer, die an Adobes Oberflächen gewohnt sind, finden ähnliche Werkzeuge in ähnlicher Anordnung.

  • PhotoCraft – Photoshop
  • VectorCraft – Illustrator
  • FilmCraft – Premiere
  • LightCraft – Lightroom
  • PdfCraft – Acrobat
  • EffectCraft – After Effects
  • DesignCraft – InDesign

Die Anwendungen laufen sowohl als Desktop-Programm als auch im Browser. Nutzerdaten werden nicht in die Cloud gesendet, sondern direkt lokal auf dem eigenen Rechner verarbeitet.

„Die Ära klassischer Software ist vorbei“

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Nach Thomas' Ansicht öffnet KI-gestütztes Programmieren die Tür dafür, dass jeder Software für seine eigenen Bedürfnisse erstellen kann. Deshalb, so der Entwickler, sei die traditionelle Softwareentwicklung an ihr Ende gekommen.

In den Programmen gibt es derzeit noch Fehler und Lücken. Thomas sagt, er wolle in den kommenden Monaten eine Übereinstimmung von 99 Prozent der Funktionen mit den Adobe-Apps erreichen. Die Veröffentlichung unter Open-Source-Lizenzen wie MIT und Apache ebnet zudem den Weg für Community-Beiträge.