Das Wachstum der KI-Rechenzentren hat dem PC-Markt einen unerwarteten Schlag versetzt. Die steigende Speichernachfrage engt das Angebot ein, die Kosten steigen. Das Ergebnis: Verbraucher verzichten auf den Kauf neuer Computer.

Die von IDC veröffentlichten Zahlen zeigen das Ausmaß der Lage. Die weltweiten PC-Lieferungen sanken im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20,1 %. Die Lieferungen fielen von 78,5 Millionen auf 62,7 Millionen Einheiten – ein Verlust von 15,8 Millionen Einheiten in einem einzigen Quartal.

Auch die großen Drei rückläufig

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Der Rückgang trifft auch die Marktführer. HP reduzierte seine Lieferungen um 30,9 %, Dell um 25 % und Lenovo um 22,6 %. Die Verluste bei Apple und Asus fielen geringer aus: mit 11,3 % bzw. 8,6 %.

Die Reihenfolge blieb unverändert: Lenovo auf Platz eins, HP auf Platz zwei, Dell auf Platz drei. Der Gesamtverlust der drei Top-Marken erreichte jedoch 11,6 Millionen Einheiten.

Warum fehlt der Speicher?

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KI-Systeme sind für die schnelle Verarbeitung großer Datenmengen auf Speicher mit hoher Bandbreite (HBM) angewiesen. Mit wachsender Nachfrage steigt der Druck auf die Speicherhersteller. Der in PCs eingesetzte Speicher verliert dabei den Kampf um Kapazitäten: Das Angebot schrumpft, die Preise steigen.

Die Hersteller hatten ihre Lager im ersten Halbjahr vorsorglich aufgefüllt, um sich vor weiteren Preiserhöhungen zu schützen. Doch die vorgezogenen Einkäufe hatten ihren Preis: Im Folgequartal gerieten die Lieferungen unter Druck. Angesichts der teureren Geräte bremsten auch die Verbraucher.

Wann sinken die Preise?

Kurzfristig ist keine Entspannung in Sicht. Acer-Chef Jason Chen hatte prognostiziert, dass die Preise dank neuer Speicherkapazitäten in China erst in der zweiten Hälfte von 2027 nachlassen könnten. Das bleibt eine Erwartung, die von Kapazitätsausbauten abhängt – kein festes Datum.

Nach allgemeiner Markteinschätzung könnte sich der PC-Markt bis 2029 erholen. Bis sich Speicherversorgung und Preise normalisieren, bleibt der Markt unter Druck.