Die Ära der langen Textblöcke bei ChatGPT geht zu Ende. OpenAI hat angekündigt, dass die GPT-6-Modellfamilie die Fähigkeit „Intelligent UI“ (Intelligente Benutzeroberfläche) erhält.

Mit dieser Neuerung erzeugt das Modell nicht nur Text, sondern auch visuelle Antworten mit Grafiken, klickbaren Buttons, Formularen und dynamischen Nutzererlebnissen.

Statt statischer Antworten: funktionierende Oberflächen

Laut OpenAI fügt das Modell direkt in die Antwort funktionierende UI-Komponenten ein, sobald es erkennt, dass eine Visualisierung oder Interaktion sinnvoll ist. In einem der Demonstrationsbeispiele wurden die Teile eines 7-Gang-Fahrrads visuell aufgeschlüsselt; jedes Teil erhielt einen Button, der beim Klicken Details liefert. In einem weiteren Beispiel wurde ein Lammbraten-Menü präsentiert: In dem mit Bildern angereicherten Menü gab es einen interaktiven Button, der die Zutatenmengen automatisch aktualisiert, sobald sich die Anzahl der Gäste ändert.

ChatGPT wählt aus der umfangreichen Komponentenbibliothek, mit der es trainiert wurde, selbst das passende Design. Bei einfachen Anfragen bleiben Textantworten bestehen, Nutzer können jederzeit aber gezielt eine eigene Oberfläche anfordern.

Wer kann es wann nutzen?

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Die Funktion steht ab heute weltweit allen ChatGPT-Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Abonnenten zur Verfügung. Nutzer der kostenlosen und der Go-Tarife erhalten den Zugang ab morgen.

Die Neuerung sorgt für Begeisterung, wirft aber auch zwei Fragen auf: Reichhaltige Oberflächen könnten das Token-Kontingent deutlich schneller aufbrauchen; die Einbindung visueller Elemente könnte zudem dem Halluzinationsrisiko neue Dimensionen verleihen. Inwieweit diese Bedenken berechtigt sind, wird die Zeit zeigen.