Im September gab es bei Apple einen Führungswechsel: Tim Cook, der das Unternehmen jahrelang geführt hatte, wechselte in den Vorsitz des Board of Directors. Den vakanten CEO-Posten übernahm John Ternus, der Leiter der Hardware-Sparte. Cook hat nun erklärt, was seine neue Rolle ausmacht.
Klare Trennung der Aufgaben
Im Gespräch mit The Independent erklärte Cook, dass er sich nach der Umstrukturierung einem anderen Bereich widmet. Er führe Gespräche mit Regierungen rund um die Welt; diese Kontakte seien für die Themen, bei denen Apple vorankommen wolle, von großer Bedeutung. Auch bei offiziellen Anlässen wie Dinnerempfängen im Weißen Haus vertrete er Apple weiterhin.
Bei Ternus sieht die Lage anders aus: Cook lässt dem neuen CEO laut eigener Aussage bei seinen Entscheidungen vollkommen freie Hand. Zwischen beiden habe sich ein starkes Vertrauensverhältnis entwickelt; eine gesunde Arbeitsbeziehung entstehe nicht durch seltene, sondern durch häufige und substanzielle Gespräche. Er sei kein kontrollierender Typ, betonte Cook: Er stehe Ternus zur Verfügung, wenn dieser ihn brauche – ansonsten halte er sich heraus.
Kein Kopieren, sondern ein eigener Weg
Auffällig war auch das Vermächtnis, das Cook dem jungen Leader bei der Übergabe mitgab. Er habe Ternus gesagt, dass er das Unternehmen vollständig übernehmen und seine Zeit auf die Bereiche konzentrieren solle, in denen er Apple den größten Nutzen bringe. Er solle sich nicht an ihm orientieren – schließlich habe er selbst Steve Jobs nicht kopiert. Jeder Führungskraft habe andere Stärken, so Cook.
Laut einem Bloomberg-Bericht hat Ternus diesen Rat in einer Einschätzung gegenüber seinem Team übernommen und angekündigt, sich auf die Bereiche zu konzentrieren, in denen er Apple den maximalen Mehrwert bieten kann. Cook beschloss das Gespräch mit einer Bilanz des Übergangs: Er hoffe, dass der mit Ternus vollzogene Führungswechsel der beste der Geschichte werde und sich künftig als Fallstudie eigne.
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